Gemeinschaftsprojekt Sicher fit unterwegs

In einer vierteiligen Vortragsreihe waren die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Heidelberg, sowie örtliche Vertreter der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und des Landesapothekerverband zu Gast im SeniorenZentrum Ziegelhausen/Schlierbach.

Eine Vielzahl hilfreicher Tipps zur Erhaltung der geistigen Mobilität, auch um die Teilnahme im öffentlichen Straßenverkehr  weiter zu ermöglichen sowie zum Bewegen im öffentlichen Raum als Fußgänger, Autofahrer, Radfahrer oder auch als Rollstuhlfahrer und nicht zuletzt Informationen aus Vortragsthemen wie sie sich vor kriminellen Machenschaften schützen können, konnten die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren mitnehmen.

Sibylle Freund von der Paracelsus-Apotheke in HD-Ziegelhausen klärte über Risiken von Medikamenten auf. Altersbedingt nehmen viele Senior(inn)en  Medikamente, deren Nebenwirkungen / Wechselwirkungen  entsprechende Auswirkungen auf das Verhalten im Straßenverkehr haben können. Da ist es wichtig, mit dem Arzt oder Apotheker darüber zu sprechen was man einnimmt und den Beipackzettel zu lesen. Das gilt besonders bei Medikamenten die nicht verschreibungspflichtig sind, welche dabei leider oft unterschätzt werden. Vor der (gemeinsamen) Einnahme gut aufgeklärt zu sein hilft sicher unterwegs zu sein.

Beim Thema Mobilität standen Themen wie Änderungen im Verkehrsrecht und Fahrzeugtechnik im Mittelpunkt. Hans-Peter Kövilein von der Kreisverkehrswacht Heidelberg  erklärte auf was Senior(inn)en achten sollten wenn ein neues Auto gekauft werden soll. Fahrzeugassistenten erleichtern heute vieles z.B. Spurhalten oder das Einparken.  Es hab Antworten auf Fragen wie  „wo muss ich mit meinem E-Rollstuhl (mit oder ohne Nummernschild) fahren?“ „Wie verhalte ich mich beim Ein-/Ausfahren aus dem Kreisverkehr mit querendem Fußgänger?“

Über das Thema Kriminalprävention klärte Patricia Wickert, Kriminalpolizeiliche  Beratungsstelle Heidelberg die Besucher(innen) auf. Intensiv nachgefragt wurde von den 70- 93jährigen Zuhörern zum Thema Trickbetrügereien – nicht nur auf Reisen, Haustürgeschäfte, Enkeltrick, und „falscher Polizeibeamte“. Für die Senior(inn)en war eine wichtige Erkenntnis: sie können immer bei der Polizei nachfragen, wenn Unsicherheiten bestehen, ob da wirklich die Polizei angerufen hat. Die Polizei ruft nicht von der Nummer „110“ an, und verlangt auch nicht Bargeld, Wertsachen oder dass etwas aus dem Bankfach geleert werden soll!

 

 

 

Lesung mit Musik "Der kleinste Brehm" Elmar Bringezu und Hans-Joachim Räther

Selbstbehauptungskurs für Seniorinnen und Senioren

Das Seniorenzentrum hatte im März einen Selbstbehauptungskurs angeboten. Entstanden war die Idee im Kurs „Tatkraft-  Gesundheit fördern im Alter“. Unter anderem wurde im Kurs  auch das Thema Sicherheit zu Hause und im öffentlichen Raum  behandelt. Einer der Aspekte war, wie kann ich als älterer Mensch sicher im öffentlichen Raum unterwegs sein? Obwohl die Kriminalstatistik keine Belege zeigt, dass Senioren häufig von Überfällen betroffen sind, findet man gerade bei Seniorinnen und Senioren eine große Kriminalitätsfurcht.

 Das Selbstbewusstsein stärken, den Senior(inn)en ihre Ressourcen bewusst machen, so dass sie sich nicht als leichtes Opfer sehen, ihr Sicherheitsgefühl (wieder) stärken,  das sollte ein Selbstbehauptungskurs ermöglichen.

 Seminarleiterin Patricia Wickert,  gestaltete die 3 Tage mit Kompetenz, viel Freude und Engagement.

 Stimmübungen, um sich laut bemerkbar zu machen und Grenzen zu setzen waren die ersten Übungen. Patricia Wickert zeigte Senior(inn)en was man alles einsetzen kann um sich zu wehren. Wichtig waren dabei auch die Gespräche und Tipps untereinander. Alle Teilnehmenden wurde verdeutlicht, dass sich wehren lohnt. Sie konnten für sich wichtige neue Erkenntnisse mitnehmen um entspannter unterwegs sein zu können.

 Dank an „Sicheres Heidelberg e.V.“, das den Kurs finanziell unterstützte.

 

Zivilcouragekurs

Shantychor Heidelberg zu Gast im SeniorenZentrum

Der Shantychor  Heidelberg unter der  Leitung von Hans Kammerer,  Pfarrer im Ruhestand, war zu Gast im Zentrum.  Der  12köpfige Chor, aus Heidelbergers  Süden angereist,  unterhielt die zahlreichen Gäste mit  Seemannsliedern  und Shanties.  Es war eine tolle Stimmung;  bekannte Lieder wie  das  „Friesenlied“, oder „Seemann, lass das Träumen“ wurden  begeistert mitgesungen. Manch einem wurde es ganz wehmütig ums Herz. Einhellig waren die Gäste der Meinung “die sollen doch wieder kommen“.